Eine visuelle Reise durch das Weltall

 

Text: Hans-Heinrich Berends

Foto: Hans-Heinrich Berends                                                  

Seit 2023 ist Julian Witschen Lehrer am Nordenhamer Gymnasium und Leiter der Sternwarte der Nordenhamer Sternfreun-

de auf dem Dach des Gymnasiums. In den zwei Jahren hat sich viel auf der Sternwarte getan: zwei Großspenden von der EWE und der LzO sowie Spenden hiesiger Unternehmen im Jahre 2024 ermöglichten Investitionen in das Equipment der Sternwarte. Mehrere Teleskope, Computer und Montierungen konnten angeschafft werden, sodass man jetzt davon sprechen kann, dass eine semi-professionelle Ausstattung erreicht wurde. 

 

Jetzt hat Julian Witschen im Hörsaal des Gymasiums die Zuhörer auf eine visuelle Reise durch das Weltall mitgenommen. 

Die Reise begann am Boden, das heißt auf der Sternwarte selbst, von wo aus z.B. Polarlichter im vergangenen Jahr foto-grafiert wurden. Die verschiedenen Teleskope, die Aufnahmetechniken und die Bearbeitung der Fotos am PC wurden u. a. erläutert.

 

Dann startete die Reise angefangen beim Mond, der besonders gut beobachtet werden kann. Auskunft über Höhe und Form von Mondbergen und -kratern geben dabei ihre jeweiligen Schattenwürfe.

Es folgte der Planet, der der Erde am nächsten steht, das ist überraschenderweise der Merkur, dessen Entfernung von der Erde im Durchschnitt geringer ist als die der Venus. Er ist sehr schwierig zu fotografieren, bisher konnte auch nur eine Auf-nahme erstellt werden, die seine Phase als Halbmerkur zeigt. Weiter ging die Reise zur Venus mit ihren dichten Wolken.

Es folgte Mars, der sehr „fotogen“ ist. Wegen seiner Rotation kann nämlich die gesamte Marsoberfläche in kurzer Zeit beo-bachtet werden. Sehr gut beobachten kann man auch Jupiter mit seinen Monden, etwas schwieriger ist es, Saturn mit sei-nen Ringen abzulichten, aber trotzdem konnte Julian Witschen eindrucksvolle Bilder präsentieren.

 

Dann ging die Reise raus in unsere Milchstraße. Der Reiseleiter zeigte den Zuschauern Bilder von planetarischen Nebeln, das sind leuchtende Gashüllen von explodierenden Sternen, die sich immer noch mit hoher Geschwindigkeit ausdehnen, von der Erde aber wegen der großen Entfernung wie eingefroren aussehen.

 

Auch ferne Galaxien kann man von der Nordenhamer Sternwarte aus fotografieren, z.B. die Andromedagalaxie im Sternbild Perseus. Dazu werden viele lang belichtete Bilder dieser Galaxie übereinandergelegt, damit ein schärferes Bild erzeugt wer-den kann.   

 

Und hier ist das Ergebnis:

 

Foto: Julian Witschen                             

Wieder zurück auf unserem Heimatplaneten ging Julian Witschen darauf ein, was mit den visuellen Ergebnissen weiter passiert: Sie werden z. B. in der Astronomie-AG der Schule aufgearbeitet, auf Instagram (Astrogymnordenham) und der Homepage der Sternfreunde veröffentlicht, es werden Zeitungsartikel erstellt und sie werden in YouTube-Videos (Asrtro-gymnordenham) eingebunden. Sie dienen außerdem als Grundlage des Jahrbuchs, das erworben werden kann.

 

 

Mit einer Fragerunde endete Julian Witschens informativer und faszinierender Vortrag.

Foto: Hans-Heinrich Berends